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Hohe glykämischemische Last, hohes CRP
Das CRP bzw. hS-CRP (hochsensitives, C-reaktives Protein) haben sich als
eigenständige Risikofaktoren für Atherosklerose und koronare
Herzerkrankung erwiesen. Das hs-CRP ist auch mit Übergewicht und
Insulinresistenz asoziiert. In einer Studie (Women's Health Study WHS)
wurde die glykämische Last der Ernährung anhand eines detaillierten
Ernährungsfragebogens ermittelt und mit ihren hs-CRP-Serumwerten
in Beziehung gesetzt. Die Höhe des hs-CRP korrelierte signifikant
mit der Glukose glykämischer Last. Es wird beschlossen dass die erhöhten
CRP-Werte bei Exazerbation proinflammatorischer Prozesse ein Bindeglied
sein könnte zwischen hoher glykämischer Last und dem KHK-Risiko.

Quelle:Liu S et al: Relation between a diet with a high clychemic load
an plasma concentrations of high-sensitivity C-reactive protein in middle-aged
woman. Am J Clin Nutr 75 (2002) 492-498
Kann eine Diät vor dem plötzlichen Herztod
schützen?
Im Rahmen einer Datenanalyse von den Jahren 1970 bis 2000 wird der Einfluss
verschiedener Fettsäurefamilien, Antioxydanzien und des Alkohols
auf den plötzlichen Herztod analysiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass
die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren von ungefähr täglich
einem Gramm oder alternativ mindestens zweimal 200 Gramm Fett vom Seefisch
pro Woche das Auftreten plötzlicher kardialer Todesfälle verhindern
hilft. Ebenfalls zeigt sich im Rahmen einer Sekundärprävention
der koronaren Herzerkrankung, das diese Dosen sich günstig für
den weiteren Verlauf auswirken. Hinsichtlich möglicher Antioxydanzien
konnten keine eindeutigen Empfehlungen ausgesprochen werden. Bei Auswirkungen
von Alkohol bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung gibt es keinen
Grund einen mäßigen Alkoholkonsum zu verbieten.

Quelle: European Heart Journal 23 (2002), 277 bis 285
Hormongabe mit Vorsicht
Die Resultate von zwei großen prospektiv klinischen Studien wurden im
Jahre 2002 publiziert und verändern die Sichtweise der häufig bereits
verbreitet angelegten Östrogen/Progesteron Hormonsubstitutionstherapie.
Die beiden Studien untersuchten zusammen fast 19 000 Frauen im mittleren
Alter zwischen 63 und 67 Jahren. Zusammenfassend kommt man zum Schluss,
dass die Therapie für eine Kurzzeittherapie zur Prävention vaso-motorischer
Symptome oder einer vulvo vaginalen Dyskomfort eingesetzt werden sollte.
Die Therapie mag bei manchen Patientinnen eine Osteoporose vorbeugen.
Sonst wurden kardiovaskuläre Ereignisse nicht ebenso wenig wie Knochenbrüche,
Krebs oder Tod reduziert. Es fand sich jedoch eine zunehmende Inzidenz
venöser Thromboembolien insbesondere innerhalb der ersten zwei Jahre der
Therapie, nach einer vierjährig andauerten Therapie stieg das Risiko einer
Brustkrebserkrankung.

Quelle: New England Journal of Medicin /Journal Watch/Januar 2003
Untersuchungen zur Übergewichtigkeit
Im Jahre 2002 wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt die
die steigende Prävalenz der Übergewichtigkeit in Kindern und
Jugendlichen nachwies. Konsequenzen schlossen eine steigende Glukoseintoleranz
und einen steigenden Diabetes mellitus Typ II ein. Ebenfalls wurde das
Risiko einer Arteriosklerose bei jungen Menschen zwischen 15 und 34 Jahren
untersucht, welche an einem unbekannten Grund verstarben. Hier zeigt sich
eine signifikante Koagulation zwischen BMI und dem Ausmaß von "fatty
streaks" sowie Läsionen in den Koronararterien. Ebenfalls hat
sich Übergewichtigkeit nunmehr als unabhängiger Riskofaktor
zur Entwicklung einer Herzinsuffizienz in Erwachsenen ausgebildet, wie
die Framingham Heart Study zeigte. Übergewichtige Erwachsene haben
ein zweifach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Normalgewichtigen.

Quelle: New England Jorunal of Medicin /Journal Watch/Januar
2003
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