News - 08/03

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[Der chemische Index und die chemische Last]
[Blutdruck und Medikamente gegen Arthritis]
[Beeinflussbare Risikofaktoren]
[Macht Bewegungsmangel dumm]


nach obenAktuelles aus der Kardiologie

Der chemische Index und die chemische Last
Vor 20 Jahren wurde die erste Tabelle veröffentlicht, wo 51 Nahrungsmittel mit ihrem glykämischen Effekt aufgewiesen wurde. Heute hat sich diese Liste auf 750 Arten von Nahrungsmittel vergrößert. Der glykämische Index von Nahrungsmitteln ist aussagekräftiger als die chemische Klassifikation ihrer Kohlenhydrate. Pro Gramm Kohlenhydrat induzieren Nahrungsmittel mit höherem glykämischen Index stärkere Veränderungen der Blutglukose in den ersten Stunden nach dem Essen. Einige prospektive Studien konnten zeigen dass ständiger Verzehr einer Kost mit hoher glykämischer Last mit erhöhtem Risiko für Typ II Diabetes assoziert ist und zusätzlich häufiger kardiovaskulärer Erkrankungen und Krebs auftreten. Die praktische Bedeutung sowie die Konzepte für die Gesundheit werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich beurteilt. In Australien ist geplant auf Lebensmitteletiketten GI-Werte anzugeben.

Quelle: Foster-Powell k et al.: International table of glycemic index and clycemic load values: 2002 Am J Clin Nutre 76 (2002) 5-56

Blutdruck und Medikamente gegen Arthritis
Ein relativ geringer Anstieg des systolischen Blutdruckes bedingt durch die Einnahme üblicher Arthritis Medikamente wie Cox-2 Inhibitoren hat einen signifikanten auf das kardiovaskuläre Risikoprofil. Daten der 3. NHANES zeigten auf , dass es ein Anstieg des systolischen Blutdrucks von 1 bis 5 mm/Hg einhergeht mit 7100 bis 37500 zusätzlichen ischämischen Herzerkrankungen und Schlaganfällen über 1 Jahr mit einem korrespondierenden Anstieg der Gesundheitskosten von 114 Mio. bis 569 Mio. Dollar. Die Schlussfolgerung einer engmaschigen Kontrolle des Blutdruckes bei Einsatz von nicht steroidalen Antiphlogistika und Cox-2 Inhibitoren wird hieraus geschlossen. Eine gute Zusammenarbeit von Hausärzten, Rheumatologen und Kardiologen wird benötigt.

Quelle:Singh G et al. Journal of Rheumatology 2003Apr.30(4):714-9


nach obenAktuelles aus der Sportmedizin

Beeinflussbare Risikofaktoren
Primärprävention/Vorbeugung von Herz- und Kreislauferkrankungen heißt die Risikofaktoren zu erkennen und soweit wie möglich auszuschalten. Zu diesen beeinflußbaren Risikofaktoren gehören vor allem Zigarettenrauchen, fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, die über ein Endothel-Schädigung und Arteriosklerose zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können. 70-80% aller kardiovaskulären Krankheiten könnten allein durch Veränderung des Lebensstils verhindert werden. Verbesserte Lebensqualität und gesteigerte Lebenserwartung um 5 bis 6 Jahre wäre der Lohn einer bewussteren Lebensweise.

Quelle:Prof. Dr. H. Gohlke, Herzzentrum Bad Krozingen

Macht Bewegungsmangel dumm
Die Fitness von Grundschülern ist heute deutlich schlechter als vor 20 Jahren. Dies äußert sich insbesondere in alltagsnahen Fähigkeiten. Die Kinder haben im Vergleich zur früheren Generation ein viel zu wenig Bewegung, sie sitzen zu viel und sind zu wenig aktiv. Zunehmend erkennt man die Zusammenhänge zwischen Bewegungsmangel und langfristigen Gesundheitsdefiziten. Aber auch die kognitiven Leistungen, die Konzentrationsfähigkeit in der Schule lassen deutlich nach, wenn die Kinder nicht die Möglichkeit haben sich auszutoben.Durch die mangelnde Fitness kommt es häufiger zu Unfällen und das Agressionsverhalten in den Schulen nimmt zu. Eine Lösung wäre mehr Sportunterricht in den Schulen. Die Bewegung muss neben den kognitiven Fächern in den Schulen ihren Stellenwert erreichen.

Quelle: Prof. Dr. Klaus Bös, Karlsruhe

 
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