News - 07/03

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[Frauen und Rauchen]
[Alzheimer, hohe Cholesterinwerte und hoher Blutdruck ]
[Übergewicht erhöht Krebsrisiko]
[Vibrationstraining befreit von Harninkontinenz]
[Nahrungsergänzung: Sinnvoll oder nicht?]


nach obenAktuelles aus der Kardiologie

Frauen und Rauchen
Selbst geringer Tabakkonsum steigert die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt. Frauen sind hierin wesentlich empfindlicher. Verglichen mit Nichtrauchern verdoppelte sich bei Männern das Risiko eines Herzinfarktes, wenn sie 6 Zigaretten am Tag inhalierten. Bei Frauen war das Risiko bei wesentlich geringeren Mengen erhöht. Bereits das Rauchen von 3 bis 5 Zigaretten verdoppelte ihr Herzinfarktrisiko.

Quelle: Journal of epidemyologie and commonity health 2002; 56:702 bis 706

Alzheimer, hohe Cholesterinwerte und hoher Blutdruck
Fündige Forscher zeigten jetzt, dass das Risiko zur Erlangung eines Alzheimer in mittleren Jahren erhöht ist durch hohe Cholesterin und hohe Blutdruckwerte. Dieses Risiko im mittleren Lebensalter war größer als das genetische Risiko. Durch frühzeitige Behandlung hoher Blutdruckwerte und hoher Cholesterinwerte kann das Risiko einer Alzheimer Erkrankung zu bekommen vermindert werden.

Quelle: Annals of Internal Magazin 2002; 137

Übergewicht erhöht Krebsrisiko
In einer Studienzusammenstellung von 1966 bis 2000 wurde das Krebs-Risiko bei verschiedenen BMI-Kategorien beurteilt. Die Studien zeigten bei Übergewicht eine direkte Risikozunahme für verschiedene Karzinome wie z.B. Darm, Brust, Endometrium, Oesophagus und Niere. Zum Teil können diese Zusammenhänge durch Veränderungen im endogenen Stoffwechsel erklärt werden. Daher erscheint die Vermeidung einer Gewichtszunahme ein wichtiger Faktor in der Krebs-Prävention zu sein.

Quelle: Bianchini F et al.: Overweight, obesity and cancer risk. Lancet Oncol 3 (2002) 565-574


nach obenAktuelles aus der Sportmedizin

Vibrationstraining befreit von Harninkontinenz
Eine Stress-Harninkontinenz wird bisher mit einem Beckenbodentraining behandelt. Hierdurch kommt es zu einem Training der Muskulatur die den Blasenverschluss unterstützt. Dieses konventionelle Beckenbodentraining wurde durch ein Vibrationstraining kombiniert. In einer Untersuchung bei 90 Frauen mit Stressharninkontinenz über 12 Wochen, zweimal pro Woche Training, konnten 80 Prozent der Frauen geheilt werden.

Quelle: Ärztezeitung 22. April 2003

Nahrungsergänzung: Sinnvoll oder nicht?
Mikronährstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Antioxydanzien werden als Nahrungsergänzungen angeboten. Die Sinnhaftigkeit dieser Produkte ist umstritten. Mehrere prospektiv angelegte Studien zeigten, dass bei vollwertiger Ernährung mit viel Obst, Gemüse, welches reich an antioxydativen Vitaminspurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen ist, signifikant
seltener Herzkreislauferkrankungen und Krebs auftreten. Andererseits konnten klinische Endpunktstudien eine Supplementierung mit einzelnen Vitaminen keinen Nutzen nachwiesen. Eine mögliche Erklärung für diesen Widerspruch liefert heute das Konzept des "antoxydativen Netzwerkes". Hierunter versteht man, dass antioxative Substanzen in Reaktionskaskaden unterschiedlicher Substanzen wirken. In den Studien wurden jedoch zumeist die Wirkung lediglich einzelner Vitamine oder in limitierter Kombination untersucht. Im Rahmen von Untersuchungen der DGE konnten Bevölkerungsgruppen, bei denen die Versorgung mit Mikronährstoffen als kritisch anzusehen ist, als Risikogruppen identifiziert werden. Hierzu zählen Jugendliche mit fast food-Vorlieben, junge Frauen mit BMI unter 18, Raucher, Hospitalisierte, Schwangere, Sportler, Vegane und generell Menschen mit geringem Einkommen. Die Vitaminunterversorgung stellt sich "subklinisch" dar, es entstehen nur selten klinische Mangelerscheinungen. Als Grundregel gilt deshalb Nahrungssupplemente sind kein Ersatz für ausgewogene Ernährung! Es gilt nicht "viel hilft viel", sondern: "je breiter angelegt desto besser".
Vitamine nicht nach dem Gießkannenrpinzip verteilen, sondern individuell anpassen.

Quelle: 4. Lifestyle- und Anti-Aging-Kongress, Heidelberg, Dezember 2002

 
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