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Vibrationstraining befreit von Harninkontinenz
Eine Stress-Harninkontinenz wird bisher mit einem Beckenbodentraining
behandelt. Hierdurch kommt es zu einem Training der Muskulatur die den
Blasenverschluss unterstützt. Dieses konventionelle Beckenbodentraining
wurde durch ein Vibrationstraining kombiniert. In einer Untersuchung bei
90 Frauen mit Stressharninkontinenz über 12 Wochen, zweimal pro Woche
Training, konnten 80 Prozent der Frauen geheilt werden.

Quelle: Ärztezeitung 22. April 2003
Nahrungsergänzung: Sinnvoll oder nicht?
Mikronährstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Antioxydanzien
werden als Nahrungsergänzungen angeboten. Die Sinnhaftigkeit dieser
Produkte ist umstritten. Mehrere prospektiv angelegte Studien zeigten,
dass bei vollwertiger Ernährung mit viel Obst, Gemüse, welches
reich an antioxydativen Vitaminspurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen
ist, signifikant
seltener Herzkreislauferkrankungen und Krebs auftreten. Andererseits konnten
klinische Endpunktstudien eine Supplementierung mit einzelnen Vitaminen
keinen Nutzen nachwiesen. Eine mögliche Erklärung für diesen
Widerspruch liefert heute das Konzept des "antoxydativen Netzwerkes".
Hierunter versteht man, dass antioxative Substanzen in Reaktionskaskaden
unterschiedlicher Substanzen wirken. In den Studien wurden jedoch zumeist
die Wirkung lediglich einzelner Vitamine oder in limitierter Kombination
untersucht. Im Rahmen von Untersuchungen der DGE konnten Bevölkerungsgruppen,
bei denen die Versorgung mit Mikronährstoffen als kritisch anzusehen
ist, als Risikogruppen identifiziert werden. Hierzu zählen Jugendliche
mit fast food-Vorlieben, junge Frauen mit BMI unter 18, Raucher, Hospitalisierte,
Schwangere, Sportler, Vegane und generell Menschen mit geringem Einkommen.
Die Vitaminunterversorgung stellt sich "subklinisch" dar, es
entstehen nur selten klinische Mangelerscheinungen. Als Grundregel gilt
deshalb Nahrungssupplemente sind kein Ersatz für ausgewogene Ernährung!
Es gilt nicht "viel hilft viel", sondern: "je breiter angelegt
desto besser".
Vitamine nicht nach dem Gießkannenrpinzip verteilen, sondern individuell
anpassen.

Quelle: 4. Lifestyle- und Anti-Aging-Kongress, Heidelberg, Dezember 2002
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