News - 09/03

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[Hohe glykämischemische Last, hohes CRP]
[Kann eine Diät vor dem plötzlichen Herztod schützen?]
[Hormongabe mit Vorsicht]
[Untersuchungen zur Übergewichtigkeit]
[Stoffwechselwirksamkeit des Kraftrainings]


nach obenAktuelles aus der Kardiologie

Hohe glykämischemische Last, hohes CRP
Das CRP bzw. hS-CRP (hochsensitives, C-reaktives Protein) haben sich als eigenständige Risikofaktoren für Atherosklerose und koronare Herzerkrankung erwiesen. Das hs-CRP ist auch mit Übergewicht und Insulinresistenz asoziiert. In einer Studie (Women's Health Study WHS) wurde die glykämische Last der Ernährung anhand eines detaillierten Ernährungsfragebogens ermittelt und mit ihren hs-CRP-Serumwerten in Beziehung gesetzt. Die Höhe des hs-CRP korrelierte signifikant mit der Glukose glykämischer Last. Es wird beschlossen dass die erhöhten CRP-Werte bei Exazerbation proinflammatorischer Prozesse ein Bindeglied sein könnte zwischen hoher glykämischer Last und dem KHK-Risiko.

Quelle:Liu S et al: Relation between a diet with a high clychemic load an plasma concentrations of high-sensitivity C-reactive protein in middle-aged woman. Am J Clin Nutr 75 (2002) 492-498

Kann eine Diät vor dem plötzlichen Herztod schützen?
Im Rahmen einer Datenanalyse von den Jahren 1970 bis 2000 wird der Einfluss verschiedener Fettsäurefamilien, Antioxydanzien und des Alkohols auf den plötzlichen Herztod analysiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren von ungefähr täglich einem Gramm oder alternativ mindestens zweimal 200 Gramm Fett vom Seefisch pro Woche das Auftreten plötzlicher kardialer Todesfälle verhindern hilft. Ebenfalls zeigt sich im Rahmen einer Sekundärprävention der koronaren Herzerkrankung, das diese Dosen sich günstig für den weiteren Verlauf auswirken. Hinsichtlich möglicher Antioxydanzien konnten keine eindeutigen Empfehlungen ausgesprochen werden. Bei Auswirkungen von Alkohol bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung gibt es keinen Grund einen mäßigen Alkoholkonsum zu verbieten.

Quelle: European Heart Journal 23 (2002), 277 bis 285

Hormongabe mit Vorsicht
Die Resultate von zwei großen prospektiv klinischen Studien wurden im Jahre 2002 publiziert und verändern die Sichtweise der häufig bereits verbreitet angelegten Östrogen/Progesteron Hormonsubstitutionstherapie. Die beiden Studien untersuchten zusammen fast 19 000 Frauen im mittleren Alter zwischen 63 und 67 Jahren. Zusammenfassend kommt man zum Schluss, dass die Therapie für eine Kurzzeittherapie zur Prävention vaso-motorischer Symptome oder einer vulvo vaginalen Dyskomfort eingesetzt werden sollte. Die Therapie mag bei manchen Patientinnen eine Osteoporose vorbeugen. Sonst wurden kardiovaskuläre Ereignisse nicht ebenso wenig wie Knochenbrüche, Krebs oder Tod reduziert. Es fand sich jedoch eine zunehmende Inzidenz venöser Thromboembolien insbesondere innerhalb der ersten zwei Jahre der Therapie, nach einer vierjährig andauerten Therapie stieg das Risiko einer Brustkrebserkrankung.

Quelle: New England Journal of Medicin /Journal Watch/Januar 2003

Untersuchungen zur Übergewichtigkeit
Im Jahre 2002 wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt die die steigende Prävalenz der Übergewichtigkeit in Kindern und Jugendlichen nachwies. Konsequenzen schlossen eine steigende Glukoseintoleranz und einen steigenden Diabetes mellitus Typ II ein. Ebenfalls wurde das Risiko einer Arteriosklerose bei jungen Menschen zwischen 15 und 34 Jahren untersucht, welche an einem unbekannten Grund verstarben. Hier zeigt sich eine signifikante Koagulation zwischen BMI und dem Ausmaß von "fatty streaks" sowie Läsionen in den Koronararterien. Ebenfalls hat sich Übergewichtigkeit nunmehr als unabhängiger Riskofaktor zur Entwicklung einer Herzinsuffizienz in Erwachsenen ausgebildet, wie die Framingham Heart Study zeigte. Übergewichtige Erwachsene haben ein zweifach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Normalgewichtigen.

Quelle: New England Jorunal of Medicin /Journal Watch/Januar 2003


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Stoffwechselwirksamkeit des Kraftrainings
Nicht nur Ausdauertraining sondern auch vor allem auch Kraftraining hat günstige Auswirkungen auf Gesundheit, Leistungsvermögen und Lebensqualität. Neben den Kraftraing induzierten Effekten auf Halte- und Bewegungsapparat, Herz-Kreislaufsystem, Nervensystem und Psyche rücken zunehmend auch die Effekte auf den Stoffwechsel in den Mittelgrund des Interesses. Aufgrund seiner Muskelaktivierenden und Muskelmasse fördernden Wirkungen kann das Krafttraining auf effektivem Wege zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung des Stoffwechselgleichgewichts beitragen Es sichert die Gesundheitsprotektive Körperzusammensetzung, wodurch dem Körper fettbedingt dem Übergewicht sowie deren Folgeerkrankung wirksam entgegengetreten werden kann.

Quelle: Dr. Phil, H. Dil Klaus Zimmermann, TU Chemniz

 
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