Herzfrequenz,
Laktat und die anaerobe Schwelle
Unterschiedliche
sportliche Ziele erfordern eine unterschiedliche, individuelle Trainingsintensität.
Jedem Sportler kann diese individuelle Trainingsintensität anhand
eines für sein angestrebtes Ziel optimalen Pulsschlag-Bereiches oder
auch Trainingsherzfrequenz-Bereiches genannt - empfohlen werden.
Der Pulsschlag und die Laktat-Werte stehen bei jedem Menschen in einer
festen Beziehung zueinander.
Unsere Muskeln sind Brennstoffzellen. Fette und Kohlenhydrate (Zucker)
werden unter Sauerstoff-Zufuhr verbrannt. Daraus erhalten wir die Energie,
die wir zum Laufen oder Radeln benötigen. Das Laktat
oder Milchsäure entsteht dabei als Nebenprodukt. Insbesondere
dann, wenn der Sauerstoff knapp wird. Die Laktat-Rechnung sieht dabei
folgendermaßen aus: solange wir langsam laufen, verbrennen wir mehr
Fett als Kohlenhydrate -und wir haben nur wenig Laktat im Blut. Je schneller
wir laufen, umso mehr Kohlenhydrate statt Fette werden verbrannt. Wir
müssen mehr schnaufen, in den Muskeln wird der Sauerstoff knapp-
der Laktatwert steigt, weil die Kohlenhydrate direkt in Milchsäure/Laktat
umgewandelt werden. An der sogenannten anaeroben Schwelle baut der Körper
durch die Anstrengung mehr Laktat auf, als er im gleichen Augenblick abbauen
kann, die Muskel übersäuern und nach 1 bis 2 Minuten kann man
nicht mehr weiterlaufen.
Das Laktat ist damit im Vergleich zu der Herzfrequenz ein noch genauerer
Messwert, um ein optimales Training steuern zu können.
Da Laktatwert und Herzfrequenz im Verhältnis zueinander steigen,
kann nun berechnet werden, mit viel vielen Herzschlägen pro Minute
höchstens gelaufen werden darf, um das persönliche sportliche
Ziel möglichst optimal zu erreichen
Die entsprechende Untersuchung, die diese gewünschten Ergebnisse
liefert, ist ein Belastungs-EKG mit einer sportartspezifischer Belastung
auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband mit gleichzeitiger Bestimmung der
Herzfrequenz und des Laktatwertes in Ruhe, während der körperlichen
Belastung und in der Erholungsphase.
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